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Kādēļ sievietei nekad nav vaļas

Warum die Frau niemals Zeit hat

LATVISKI

Vienreiz saimniece sametusi gaŗu, gaŗu audeklu un, nevarēdama aužamo pabeigt, — aizbēgusi labāk. Bēgusi, bēgusi ieraudzījusi meža mājā putniņu lielu akmeni knābājam. Šī brīnījusies: "Kā tu, putniņ, domā tik lielu akmeni saknābt?" "Ta tad brīnums! Vienreiz pa drusciņai, otrreiz pa drusciņai — ar laiku akmens būs lupatās!" Nu saimniece pārdomājusi: "Ja tik mazs putniņš akmeni saknābs, tad jau es ar laiku arī savu gaŗo audeklu noaudīšu! " un tūdaļ steigusies atpakaļ — audusi, audusi un noaudusi. Ja šī saimniece nebūtu audusi, tad nevienai vairs nebūtu bijis jāauž; bet tagad jāauž visām.

DEUTSCH

Einmal hatte die Bäuerin angefangen, eine lange, lange Leinwand zu weben. Aber als sie sah, dass sie mit ihr nicht fertig werden würde, ergriff sie die Flucht. Sie lief und lief; am Waldesrand erblickte sie ein Vögelchen, das an einem großen Stein pickte. Sie wunderte sich: "Glaubst du denn, Vögelchen, einen so großen Stein aufpicken zu können?" "Was ist das für ein Wunder! Einmal ein wenig, ein andermal, ein wenig — da wird der große Stein bald zerhackt sein!" Da überlegte die Bäuerin: "Wenn das kleine Vögelchen hofft, den großen Stein zerpicken zu können, dann werde ich ja wohl mit der Zeit meine Leinwand auch noch beenden." Sie eilte zurück und webte und webte, bis sie mit der Leinwand fertig war. Hätte die Bäuerin nicht weiter gewebt, so müsste heute keine Frau mehr weben; jetzt dagegen müssen alle weben.
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