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Slimības

Krankheiten

LATVISKI

Vecos laikos ļaudis bēguši no drudža. Kas labi mācējuši, varējuši arī izbēgt. Uzvilkuši kažokus ar kreiso pusi virspusē un tad tikai skriet pa purviem un mežiem, slapstīdamies pa alām, pa kartupeļu bedrēm. Reiz jauns puisis paslēpies vaivariņu purvā apakš sūnām. Drudzis, viņa meklēdams, runājis: "Ai, sūne, sūne, ai purva sūne, bet ta tad laba pupu sēja! Kad nevar, nevar dabūt, kalnā zviedz ķēve, laidīšos tai mugurā." Kalnā ganu meita gavilējusi, tai drudzis piekritis, bet puisis palicis vesels. Mājā pārgājis, iesējis pupas — bet tad tik augušas. Gavēnī neesot brīv ganos dziedāt, tādēļ ganu meitai drudzis uzkritis.

DEUTSCH

In alten Zeiten flohen die Leute vor dem Fieber. Wer es gut verstand, konnte auch tatsächlich dem Fieber entkommen. Man pflegte den Pelz mit dem Fell nach außen anzuziehen und dann durch Wälder und Sümpfe zu laufen, um sich in Höhlen oder Kartoffelgruben zu verstecken. Einmal hatte sich ein junger Bursche im Sumpf unter einer Moosdecke versteckt. Das Fieber suchte nach ihm und sprach bei sich: "Ach, Moos, Moos, Moos des Sumpfes, jetzt ist es gut Bohnen zu säen! Nun, wenn ich ihn nicht finden kann, dann kann ich ihn eben nicht finden. Auf dem Berg wiehert eine Stute, die will ich besteigen. Aber auf dem Berg hatte ein Hirtenmädchen geträllert und gesungen. Das Fieber überfiel sie. Der Bursche dagegen blieb gesund. Sobald er nach Hause gekommen war, säte er Bohnen aus, die ganz prächtig gediehen. Während der Fastenzeit dürfe man beim Viehhüten nicht singen, deshalb habe auch das Fieber das Hirtenmädchen überfallen.
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