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Naudas racēji iztraucēti

Geldgräber werden gestört

LATVISKI

Reiz nakti cetri dušigi puiši gajuši naudas podu rakt, kas esot zem svetozola saknem aprakts. Bijusi tumša nakts. Sakuši rakt. Nebijuši ilgi rakuši, kad palicis gaišs ka diena, lai gan bijis ap pusnakti. Bet tas nebijis viss. Driz vien ieraudzijuši, ka pa upes krastu brauc bazniceni svetdienas drebes, un celš gajis taisni par to vietu, kur puiši rakuši un kur cela nekad nav bijis. Naudas poda raceji, no sakuma, nepiegriezuši nekadu veribu braucejiem. Kad pirmais pajugs piebraucis pie racejiem, braucejs apturejis zirgu un padevis dievpaligu. Puiši atnemuši dievpaligu un rakuši tik talak. Tad braucejs, kas bijis vel pajauns un tados savados vecmodigos svarkos gerbies, teicis: "Ko tad nu-jus svetdienas rita stradajat? Brauksim labak uz baznicu." Puiši atteikuši, ka nav svetdiena, bet gan trešdiena, kas ari patiesiba bijusi. Svešais braucejs uzstavejis uz savu un meginajis puišus no darba atrunat. Puiši tik rakuši talak un svešinieks aizbraucis. Puiši pec maza laicina sadzirduši tadu savadu dardonu, paceluši galvas un no brinumiem palikuši vai memi. Uz viniem drazies putna atruma pajugs, kam priekša bijis skaists melns erzelis, un tas skrejis tik atri, ka tam kajas tikko pie zemes metušas. Aiz melna erzela braukusi vel vesela rinda pajugu. Pajugos sedejuši gan virieši, gan sievietes. Daziem bijušas dziesmu gramatas rokas. Melnais erzelis drazies taisni uz racejiem. Raceji pavirzijušies sanis, bet erzelis ar visu pajugu tiem pakal. Pajuga sedejis virietis ar garu dzeltanu bardu un smaididams teicis. "Nu, brauksim uz baznicu!" Puiši manijuši, ka nebus labi, un sakuši begt. Nebijuši necik talu paskrejuši, kad viss palicis klusu un atkal tumšs, ka vai aci dur, jo bijusi rudens nakts. Iet atpakal un turpinat rakšanu puiši nav vairs uzdrošinajušies.

DEUTSCH

Eines Nachts machten sich vier mutige Burschen auf den Weg, um nach Geld zu graben. Sie wollten einen Geldtopf ausgraben, der unter den Wurzeln der heiligen Eiche vergraben sein sollte. Sie gruben noch nicht lange, als es plötzlich taghell wurde. Aber das war noch nicht alles. Bald darauf erblickten sie Kirchgänger, die in Sonntagskleidern am Flussufer entlang gefahren kamen, wobei die Straße gerade an der Stelle vorbeiführte, an der die Burschen gruben und wo früher nie eine Straße gewesen war. Anfangs achteten die Geldgräber nicht auf die Kirchgänger. Als das erste Gespann herangefahren war, hielt der Fahrer an und grüßte. Die Burschen dankten und gruben weiter. Da fragte der Fahrer, der noch ziemlich jung und in einem altmodischen Rock gekleidet war: "Warum arbeitet ihr denn am Sonntagmorgen? Wollen wir doch lieber zur Kirche fahren!" Die Burschen antworteten, es sei ja gar nicht Sonntag, sondern Mittwoch, was auch tatsächlich der Fall war. Aber der fremde Fahrer bestand auf seine Worte und wollte die Burschen überreden, die Arbeit einzustellen. Aber die Burschen gruben dennoch weiter, und der Fremde fuhr schließlich davon. Kurz darauf hörten sie ein merkwürdiges Dröhnen. Als sie aufblickten, wurden sie vor Verwunderung fast stumm: In Windeseile kam ein Gespann, von einem schönen schwarzen Hengst gezogen, auf sie zugeflogen. Der Hengst lief so schnell, dass seine Hufe kaum die Erde berührten. Hinter dem schwarzen Hengst erschienen noch eine ganze Reihe von Wagen, in denen Männer und Frauen saßen. Das Pferd raste geradeswegs auf die Geldgräber zu. Sie wichen zur Seite, aber er folgte ihnen. In dem Wagen saß ein Mann mit einem hellen langen Bart, der lächelnd sagte: "So wollen wir alle zur Kirche fahren!" Da merkten die Burschen, dass das nicht mehr geheuer war und ergriffen die Flucht. Sie waren aber noch nicht weit gelaufen, da wurde alles wieder still und dunkel, denn es war eine Herbstnacht und so finster, dass man sich die Augen hätte ausstechen können. Aber die Burschen wagten nun nicht mehr zurückzukehren und weiterzugraben.
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