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Citēšana
Īsā atsauce
Latviešu pasakas un teikas, 15. sējums, ID 150111024. sast. Pēteris Šmits. 1925–1937. Pieejams: https://dhc.lu.lv/teikas/teksti/150111024/
Paplašinātā atsauce
Latviešu pasakas un teikas, 15. sējums, sast. Pēteris Šmits. 1925–1937. ID 150111024. Naudas racēji iztraucēti. Teicējs: Žeigure, Z. Pierakstītājs: Zaharska, Vēra. Pierakstīšanas vieta: Rozentavas pagasts. Pieejams: https://dhc.lu.lv/teikas/teksti/150111024/
Naudas racēji iztraucēti
Geldgräber werden gestört
LATVISKI
Dzeivuoja bruols ar muosu; ji dzeivuoja ciši bedigi. Struoduoja nu reita leidz vokoram abi, bet vairuok navareja nikuo lobuoka apest, kai kartopeli ar silki. Vinu reizi ji izdzierda nu lauzu, ka natuoli nu jus ir kolns, un uz tuo kalna ir aprokta nauda. Bruols ar muosu suoka dumuot, kai dabuot tu nuglobuotu naudu. Staigoj bruols pa kolnu un veras, kur ir nuglobuotuo vacuo nauda. Staiguodams pa kolnu, bruols ciši pikusa, atsasada uz vina lela akmena un pavysam naredzeja, kai suoka taisitis tymss. Redz bruolis, ka preti ju stuov mazins un vacs vecits ar garu buorzdu. Suoka vecs runuot: "Zynu es, labais cylvaks, ka tu gribi atrast vacu nuglobuotu naudu, kura beja muna, bet nu manis nuzoga tuorps ar trejom golvim un tagad dinu un nakti jis pi tuos naudas sed, bet tu itu naudu vari atrast. Atej uz itu pašu kalninu Juona dinas nakti un veris, kad paparzi aizzides un izaugs pucite. Tu tu puciti nuraun un svid gaisa. Tulalk tu atrassi tu vitu, kur ir nuglobuota nauda!" Gaida bruols Juona dinas. Atit Juona dina. Gaida jis naktis. Sagaidija un aizguoja uz tu kolnu, saduos uz tuo pat akmena, sed un gaida, kad paparzi aizzides. Taišni pusnaktis paparzi aizzideja un izauga šmuka pucite. Bruols nuruovja itu puciti, svidja gaisa uri tyulen atroda tu vitu, kur ir nuglobuota nauda. Suoka bruols rakt zemi un sajuta zam kuojom lelu akmeni. Pajemja jis ar rukom vilkt tu akmeni. Pasacela lels vejs, vysa zeme aiztreiseja, kuki suoka lauztis, ap bruola golvu nosuojas pa gaisu daudz malnu vonogu un svidja ar guns akmenim. Apnyka bruolam rakt. Jis aizguoja drusku tuoluok nu tuos vitas un puorsakristija. Uz reizes vyss apklusa, un kad bruols pajemis luopstu, otkon suoka rakt, pasacela otkon leluoks vejs ar parkyuni. Bruols nusabeida un otkon atguoja drusku tuoluok un puorsakristija. Otkon palyka mirigs laiks un preti jam pasaruodija tys pats vacais vecs ar lelu buorzdu un runoj: "Zyni, lobais cylvaks, ka tevi napilaiz pajemt naudu tys tuorps ar trejom golvom. Kab tu varatu pajemt tu vacu naudu, tu nupierc treis gailus un tepat uz ituos vitas jus nukaun, ar jus ašni apmuozoj akmeni un treis reizes nusasplaun, gailus nusvid par kreisu placu. Koleidz treis golvu tuorps ess itus gailus, tu varesi izjemt vacu nuglobuotu naudu." Pasacidams itus vuordus vecs pazuda, bet bruols aizguoja uz satu, puordevja padeju vucynu un par tu naudu nupierka treis gailus. Tad aizguoja uz tu pat kolnu, kur beja nuglobuota vacuo nauda. Bruols tai padarija, nukova itus treis gailus un ar jus ašni apmuozuoja akmeni, treis reizes nusaspluovja un svidja gailus par kairu placu, bet pats suoka rakt. Laiks stuoveja mirigs. Bruols roka, roka un izroka pylnu kotlu naudas. Pajemja bruols itu naudu ar vysu kotlu un dreizuok it uz satu. Cela jis sasatyka ar tu pat veci. Vecs suoka runuot: "Milals cylvaks, paldis tev, ka tu munu naudu atrodi un atdusi man!" Vecs jau gribeja pajemt nu bruola kotlu ar naudu, bet bruols nagribeja jam atdut un, pastatijis kotlu ar naudu uz zemes, suoka sist veci. Vecs pakrita uz zemes nadzeivs un tyulen pazuda. Redz bruols, ka juo ocis ari kotls ar naudu pazuda. Suoka bruols otkon rakt, bet cik jis naroka. vairuok ituos laimes naredzeja. Varbyut, jis šudin ve1 uz tuos vitas meklej.
DEUTSCH
Es lebten einmal ein Bruder und seine Schwester; sie lebten in großer Armut. Obwohl sie beide von früh bis spät arbeiteten, konnten sie nicht mehr verdienen als für Hering und Kartoffeln. Einmal erfuhren sie von anderen Leuten, dass nicht weit von ihrem Wohnort sich ein Berg befinde, auf dem Geld vergraben worden sei. Die Geschwister begannen darüber nachzudenken, wie sie es bekommen könnten. Der Bruder ging um den Berg herum und überlegte, wo der Schatz sich befinden könnte. Dabei wurde er sehr müde und setzte sich auf einen Stein; er hatte aber gar nicht bemerkt, dass es schon dunkel wurde. Plötzlich bemerkte der Bruder, dass vor ihm ein kleines altes Männchen stand, das einen langen Bart hatte. Der Alte begann zu reden: "Ich weiß, guter Mensch, dass du das Geld finden möchtest, das einmal mir gehört hat. Mir stahl es die dreiköpfige Schlange, die jetzt neben dem Geld liegt und es Tag und Nacht bewacht. Aber du kannst es finden. Kehre in der Johannisnacht auf den Berg zurück und warte, bis der Farn zu blühen beginnt. Pflücke dann die Farnblüte ab und wirf sie in die Luft: Auf diese Weise wirst du die Stelle finden, an der das Geld vergraben worden ist." Da wartete der Bruder auf den Johannistag. Der Johannistag nahte. Da wartete er auf die Nacht. Als es dämmerte, ging er auf den Berg, setzte sich auf denselben Stein und wartete auf das Aufblühen der Farnblüte. Gerade um Mitternacht brachte der Farn eine schöne Blüte hervor. Der Bruder pflückte die Blüte und warf sie in die Luft. Er fand sogleich die Stelle, an der das Geld vergraben worden war. Da begann der Bruder mit der Arbeit. Er grub so lange, bis er auf einen Stein stieß. Er packte den Stein mit den Händen und wollte ihn herausholen. Da erhob sich ein großer Sturm, die Erde erzitterte, die Bäume brachen ab und viele schwarze Habichte kreisten in der Luft und warfen mit feurigen Steinen um sich. Da hielt der Bruder inne, entfernte sich von der Stelle und bekreuzigte sich. Alles wurde wieder still. Aber sobald der Bruder wieder zum Spaten griff und erneut zu graben begann, erhob sich ein noch gewaltigerer Sturm, der von Donnerschlägen begleitet wurde. Da erschrak er erneut und entfernte sich noch weiter, wobei er sich bekreuzigte. Wieder wurde alles ruhig, und nun erschien derselbe alte Mann mit dem großen Bart und sprach zu ihm: "Du sollst wissen, guter Mann, dass die dreiköpfige Schlange nicht zulassen will, dass du das Geld nimmst. Um an das Geld herankommen zu können, musst du nun drei Hähne kaufen und sie hier an dieser Stelle schlachten. Mit ihrem Blut musst du den Stein beträufeln. Dann sollst du dreimal ausspeien und die Hähne über deine linke Schulter werfen. Während die Schlange das Fleisch fressen wird, wirst du das vergrabene Geld an dich nehmen können." Nachdem der Alte so gesprochen hatte, verschwand er. Der Bruder aber ging nach Hause, verkaufte das letzte Widderchen und kaufte für den Erlös drei Hähne. Dann begab er sich auf den Berg zurück und ging zu der Stelle, an der das Geld vergraben war. Dort schlachtete er die drei Tiere und beträufelte mit ihrem Blut den Stein. Dann spie er dreimal aus, warf die Hähne über seine linke Schulter und begann zu graben. Es war alles ruhig. Der Bruder grub und grub und schließlich hatte er einen Kessel voll Geld ausgegraben. Der Bruder ergriff ihn und eilte nach Hause. Unterwegs begegnete er dem alten Mann. Da begann der Alte zu reden: "Lieber Mann, ich danke dir, dass du mein Geld ausgegraben hast und es mir nun zurückgeben wirst." Der Alte wollte nach dem Kessel greifen, aber der Bruder wollte ihn ihm nicht überlassen. Er stellte den Geldkessel auf die Erde und begann den Alten zu schlagen. Dieser fiel leblos zu Boden und war gleich darauf verschwunden. Da sah der Bruder, dass auch der Geldkessel unauffindbar war. Da begann er wieder zu graben. Aber soviel er auch graben mochte, er hatte kein Glück mehr. Vielleicht sucht er noch heute an derselben Stelle (nach Geld).