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Ūsiņš

Usinsch, Using

LATVISKI

Agrāki mēdza, pavasarī pirmo reizi pieguļā jājot, olas vārīt. Pieguļnieks (puika) reiz savu olu neapēdis, bet ielicis cerā, teikdams: "Lai baŗojas šogad mans zirgs tāds apaļš kā ola!" Otrā pavasarī šis pats puika olu apēdis un nu tā saslimis pieguļā, ka turpat nāve klāt. Tad ieģiduši: tas esot par to, ka pērn olu cerā licis, šogad ne. Tādēļ steigšus ielikuši olu cerā un nu atspirdzis puika. Gluži tāpat bijis ganu skuķim, kas Jurģu rītā gaļas gabalu, nevarēdama apēst, pakārusi kārkliņā.

DEUTSCH

Früher pflegte man im Frühling, bevor man das erste Mal zur Nachthütung ritt, Eier zu kochen. Einer der Nachthüter (ein junger Bursche) aß sein Ei nicht auf, sondern versteckte es neben einen Strauch, indem er sagte: "Möchte mein Pferd dieses Jahr so rund wie ein Ei werden!" Im nächsten Frühling jedoch aß derselbe Bursche sein Ei auf. Und nun wurde er auf der Nachthütung so krank, dass man glauben konnte, seine Sterbestunde sei gekommen. Schließlich begriffen die Leute: es war wohl deshalb so geschehen, weil er voriges Jahr sein Ei in den Strauch gelegt hatte, dieses Jahr aber nicht mehr. Deshalb beeilten sie sich, ein Ei neben den Strauch zu legen, und nun wurde der Bursche wieder gesund. Genau so ist es einem Hirtenmädchen ergangen, welches am Morgen des Jurģis-Tages ein Stück Fleisch, das es selbst nicht mehr aufessen konnte, an den Weidenstrauch gehängt hatte.
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