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Naudas racēji iztraucēti

Geldgräber werden gestört

LATVISKI

Vermes upe no senseniem laikiem glabajoties naudas lade, kurai esot jaziedo viena cilveka dziviba, lai dabutu vinu roka.Lades izcelšanai vajagot ari melna erzela ar liepas luku iemauktiem un segliem. Lades celejam esot jakapj erzelim mugura un jajaj upe. Tai laika vinš nedrikstot ne sabities, ne ierunaties, citadi naudas lade nogrimstot atkal dibena.Vecos laikos netalu no Vermes upes bijusi mezasarga maja Maurini un vel kada cita, tagad izbeigusies maja, Mierini. no abu maju saimnieki bijuši veci puiši un sava starpa lieli draugi. Nostasti par lielo naudas ladi nav devuši ari viniem miera un vini sagudrojuši lukot šo bagatibu dabut savas rokas. Pie Mierina dzivojis kads Abeltina par kalpu un to vini dabujuši par savu trešo biedru. Visi tris biedri nu gan nopinuši liepu luku seglus un iemauktus ,bet kur nu nemt melno erzeli? Te Mierinš atcerejies, ka Dundagas Vecvietu saimniekam vinš vasara tadu redzejis. Šo erzeli nu nosprieduši nozagt, jo ar labu, ka viniem licies, erzela tikpat nebutu dabujuši. Tumša rudens nakti nozaguši Vecvietam melno erzeli, parveduši maja, uzlikuši liepas seglus un iemauktus un ta nu gajuši uz Vermes upi. Kad Piegajuši pie upes, tad izcelies strids, kurš nu kaps erzelim mugura un jas upe iekša. Likuši Abeltinam, ka jau kalpam, lai tas jajot; bet šis aizbildinajies, ka vinam esot sieva un berni maja. Kad Abeltina nav klausijis, tad Mierinš pats kapis zirgam mugura un iejajis upe. Naudas lade ari driz zvadzedama un grabedama pacelusies uz udens, bet tulin ari sacelies bargs negaiss, briesmigs viesulis sacis locit kokus un upe sakusi krakt. Uz lades stavejis sarkans gailis uz vienas kajas, kas it ka sminedams skatijies uz vinu. Mierinš sacis manit, ka zirgs grimst, un parbijies izsaucies: "Kungs Jezus!" Uzreiz naudas lade nozudusi un zirgs jutis atkal cietu zemi apakš kajam. Draugi parbijušies un sakuši katrs uz savu pusi begt. Ta naudas lade palikusi atkal upe, kur jau bijusi, un stavot turpat vel lidz šai dienai.

DEUTSCH

Auf dem Grund des Verme-Flusses liege bereits seit langer, langer Zeit eine Geldtruhe. Um in den Besitz des Geldes zu gelangen, müsse man das Leben eines Menschen opfern. Um die Truhe heraufzuholen, benötige man einen schwarzen Hengst, Zaumzeug und einen Sattel aus Lindenbast. Derjenige, der die Truhe herausholen wolle, müsse den Hengst besteigen und in den Fluss reiten. Während des Hebens dürfe er weder sich erschrecken noch ein Wort sprechen, sonst versinke die Geldtruhe wieder auf den Grund. In alter Zeit standen in der Nähe des Verme-Flusses der Mauriņi-Hof, das Haus des Waldhüters, und der Mieriņi-Hof, der jetzt verfallen ist. Die Besitzer beider Höfe waren Junggesellen und miteinander sehr befreundet. Die Erzählungen und Geschichten über die große Geldtruhe gaben ihnen keine Ruhe und sie beschlossen zu versuchen, in den Besitz des Geldes zu gelangen. Mieriņš hatte einen Knecht namens Ābeltiņš; den wählten sie als ihren dritten Kameraden aus. Die Drei fertigten Zaumzeug und Sattel aus Lindenbast an, aber wie sollten sie nun zu einem schwarzen Hengst kommen? Da fiel es Mieriņš ein, dass er im Sommer einen solchen Hengst beim Vecvietas-Bauern aus Dundaga gesehen hatte. Da beschlossen sie, den Hengst zu stehlen, denn im Guten — so glaubten sie — würde man ihnen das Pferd ja nicht geben. In einer dunklen Herbstnacht stahlen sie dem Vecvietas-Bauern den schwarzen Hengst, sattelten ihn, legten ihm das Zaumzeug aus Lindenbast an und führten ihn nach Hause. Als sie an den Verme-Fluss gelangten, brach Streit darüber aus, wer von ihnen den Hengst besteigen und in den Fluss reiten solle. Da befahlen sie Abeltiņš — denn er war ja ihr Knecht - das Pferd zu besteigen, aber er sagte, er habe Frau und Kinder daheim. Als Ābeltiņš sich weigerte, bestieg Mieriņš selbst den Hengst und ritt in den Fluss hinein. Die Geldtruhe erhob sich rasselnd und scheppernd an die Oberfläche des Wassers, aber in demselben Augenblick brach ein gewaltiger Sturm aus, der die Bäume bog, und der Fluss begann zu rauschen. Auf dem Deckel der Truhe stand ein roter Hahn und sah Mieriņš spöttisch an. Mieriņš merkte, dass das Pferd zu sinken begann und rief in seiner Angst aus: "Herr Jesus!" Sogleich war die Geldtruhe verschwunden und das Tier hatte wieder festen Grund unter den Füßen. Da erschraken die Freunde und ergriffen die Flucht. Die Geldtruhe aber versank auf den Grund, und dort soll sie sich noch heute befinden.
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